Felix zu Löwenstein: Medizinische Station in Darbonne ist in Betrieb!

Leogane, 15. Februar 13:46 Uhr (local time)

15.02.2010

Das Camp in Darbonne

Heilige Messe in Darbonne
Fotos: Tobias Kann

In diese Nacht hat es ein bißchen geregnet - eigentlich ganz willkommen, weil es nicht mehr so staubt. Aber wenn es das Anzeichen einer frühen Regenzeit ist - die eigentlich erst im April kommen sollte - dann wäre das nicht sehr gut...

Heute ist für uns ein großer Tag, weil wir die neue Station in Darbonne in Betrieb genommen haben. Das klingt aufregender, als es ist: Klaus hat dort ein Zelt aufgestellt und die Doktoren Wolfgang und Gudrun mit den Krankenschwestern Eva Maria und Rosella beginnen dort mit der Ambulanz. Wir sind gespannt, was sie erzählen.

Ein Großteil des Teams war gestern schon dort und ist ganz passend zu Beginn der Messe der Episcopalian Church dort angekommen. So wie das hier zu erwarten ist, war es sehr lebendig und fröhlich - und lang. Ausserdem konnten die Bewohner dieses Stadtteiles (es leben wohl ca 25.000 Menschen dort) die Neuankömmlinge in Augenschein nehmen und durch die Gottesdienstbesucher wird sich schnell herumsprechen, dass dort ein "Dispensaire" aufmacht. Man hat uns erklärt, dass Darbonne von den südlich gelegenen Berggegenden, wo es praktisch keine Gesundheitsversorgung gibt, sehr viel leichter erreicht wird als Leogane.

Leogane hat ja einen alten Stadtkern mit einer dichten Bebauung, darum herum sind die Häuser mit etwas Garten darum gebaut, meist an den Straßen entlang. Darbonne ist 20 Minuten von unserem hiesigen Camp entfernt, eigentlich gar nicht weit weg, aber wegen einer fürchterlich schlechten Straße braucht das so lange. Auch dort sind praktisch alle Häuser zerstört und die Menschen leben in einem der großen, dicht an dicht mit wild zusammengebauten und im Idealfall mit Planen überdachten Camps. Im Moment unterhalten die Ärzte ohne Grenzen eine mobile Gesundheitsstation dort, die wir jetzt ablösen können.

Während die Behandlungen im Zelt schon laufen, werden wir das dort zur Verfügung stehende Gebäude herrichten. Bis die Menschen sich trauen werden, in einem Gebäude behandelt oder gar über Nacht untergebracht zu werden, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Aber wenn das dann erst einmal so weit ist, dann wird es uns auch möglich sein, auf einem hohen hygienischen Niveau auf Dauer Hilfe zu leisten.

Kommentare

kretschmer susann, 17-02-10 15:34:
liebe Löwensteins,
von teresel erfuhr ich euren unglaublichen einsatz.
wenn ich mich hier losseilen könnte würde ich auf der stelle euch unterstützen.
Wirklich bewundersnswert und vorbildhaft. lieben gruß susann
Assunta Löwenstein, 16-02-10 16:32:
Lieber Felix, von uns Allen(Karli Philipp, Katharina&Max mit Antonia und Amelie herzliche Glück-und Segenswünsche!Sunti

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