Runggaldier: Erschütternde Erkundungen, Reifenpannen

In Leogane ist fast alles zerstört

20.01.2010
Prof. Dr. Klaus Runggaldier

Bericht Prof. Dr. Klaus Runggaldier vom 19. Januar, 22.15 Uhr Ortszeit, fürs Einsatztagebuch: Ein weiterer ereignisreicher und anstrengender Tag geht zu Ende. Das Zeitgefühl ist mittlerweile verschwunden. Dr. Siepe hat mit einem Cousin des Gesundheitsministers zwei Krankenhäuser besucht und eine systematische Bestandsaufnahme erstellt: Es gibt viel zu tun, aber die Situation an diesen beiden Krankenhäusern normalisiert sich für haitianische Verhältnisse. Dr. Mennewisch ist mit einer Delegation der deutschen Botschaft zur Erkundung nach Leogane aufgebrochen: Er kehrt tief beeindruckt zurück, da in der 200.000 Einwohnerstadt fast alles zerstört ist. Alleine dort wurden bereits 10.000 Menschen begraben (in Porto au Prince sogar schon 70.000 Menschen). Das besondere an Leogane: Es gibt bislang erst drei Organisationen, die dort helfen, aber ebenfalls unvorstellbar viel Leid.

Die Nurses waren wieder im Hospital und haben umfassend und direkt geholfen. Ein Treffen mit dem Gesundheitsminister verlief konstruktiv. Auch dieser denkt bereits an die Phase des Wiederaufbaus und die Zukunft und erhofft sich viel längerfristiges Engagement der Helfenden.

Am Abend haben wir den dritten platten Reifen - und nun im Team richtig Übung im Reifenwechseln. Die Freude auf Strom in der Unterkunft währt nicht lange: Der Generator ist da, aber er funktioniert nicht. Alle sind froh, dass wir mit Dr. Nothelle einen Teamleiter für unser Multikulti- Team haben, der richtig gut ist und der mit seiner umfassenden Afrika-Erfahrung, einen absolut passenden Background mitbringt

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