Materialspenden derzeit nicht sinnvoll
Beschaffung in der Region möglich - Geldspenden sinnvoll

Zu den vielfach für die Haiti-Hilfe angebotenen Materialspenden hat Sid J. Peruvemba, der stellvertretende Leiter von Malteser International, folgenden Hinweis gegeben: Malteser International bedankt sich für das Angebot einer Materialspende für die Opfer des Erdbebens Haiti, sagt . Es ist offensichtlich, dass die Lage in Haiti von extremen Versorgungsengpässen gekennzeichnet ist, die es nahe legen, dringend benötigtes Material zu spenden. Jedoch haben Materialspenden viele Nachteile, die ihren möglichen Nutzen bei weitem übersteigen.
Zu den Nachteilen gehören in erster Linie die immensen Kosten für die Sammlung, die Sortierung und den Transport in das Katastrophengebiet. Sammlungslogistik, Verpackung und Verschiffung würden in der Regel Kosten verursachen, die schon den Wert der Güter übersteigen.
Hilfsgüter müssen zudem bedarfsgerecht bereit gestellt werden. Dies geschieht in der Regel auf Anforderung eines Expertenteams oder lokaler Partner, die alle Anfragen vor Ort sammeln, auswerten und dann in einen größeren Beschaffungsauftrag bündeln. Bei der Beschaffung werden dann vor allem lokale und regionale Quellen kontaktiert, um einerseits die Wege so kurz und die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, und andererseits die für den Wiederaufbau so wichtige lokale Wirtschaft zu stärken und zu stimulieren. Dies alles kann durch eine Sammelaktion für Materialspenden nicht erreicht werden.
Aus diesem Grunde nimmt Malteser International keine Materialspenden an. Der beste Weg zu helfen sind Geldspenden. Sie ermöglichen es uns, genau das zu beschaffen, was auch wirklich gebraucht wird und garantieren, dass die Hilfsgüter auch kulturell angepasst sind. Geldspenden sind effizient und beanspruchen -anders als Materialspenden - keine knappen Ressourcen wie Transport, Personal und Lagerkapazitäten.





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